HEUTE – Künstliches Licht als unterschätzte Gefahr – Vortrag in Hilders 9.3.26

Künstliches Licht in der Nacht wird zunehmend zu einer unterschätzten Gefahr für die Artenvielfalt. Aktuelle Studien zeigen, dass Lichtverschmutzung deutlich weitreichendere Auswirkungen auf Mensch, Flora und Fauna hat als lange angenommen.

Besonders betroffen sind nachtaktive Tiere und ziehende Vogelarten, deren Orientierung und Lebensrhythmus durch künstliche Beleuchtung gestört werden.

Am Montag, den 9. März um 19 Uhr findet in der Hessischen Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön (Marienstraße 13, 36115 Hilders) ein Vortrag zu diesem hochaktuellen Thema statt. Referent ist der renommierte Experte für Lichtverschmutzung, Dr. Andreas Hänel.

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf Zugvögel, Fledermäuse und Insekten.

Dr. Hänel stellt neueste wissenschaftliche Erkenntnisse vor und verdeutlicht, wie stark nächtliches Licht ökologische Zusammenhänge an Land, im Wasser und in der Luft beeinflusst. Zugleich zeigt er praxisnahe Lösungsansätze sowie bewährte Best-Practice-Beispiele auf.

Ein besonderer Blick richtet sich nach Frankreich: Dort konnten sich einige der dunkelsten Gebiete Mitteleuropas entwickeln, weil immer mehr Kommunen ihre Beleuchtung in den späten Nachtstunden gezielt abschalten.

Als regionales Leuchtturmprojekt wird zudem das IHK-Prädikat #lichtbewusstsein vorgestellt, das für einen verantwortungsvollen Umgang mit künstlichem Licht steht. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.